OpenAI startet ChatGPT Health
ChatGPT Health kommt: OpenAI bringt eine spezialisierte Version seines KI-Systems auf den Markt, die gezielt auf Gesundheitsfragen ausgerichtet ist. Die Anwendung soll laut Unternehmen dabei helfen, komplexe Informationen zu verstehen, Arzttermine vorzubereiten oder Muster in Gesundheitsverläufen zu erkennen. Der Start ist in den kommenden Wochen geplant. Viele Funktionen – darunter die Anbindung von Gesundheits-Apps und Patientenakten – werden zunächst jedoch nur in den USA verfügbar sein.
Gesundheit zählt laut OpenAI schon jetzt zu den häufigsten Themen im Alltag der Anwendung. In einer Mitteilung heißt es, jede Woche würden Hunderte Millionen Menschen ChatGPT Fragen zu Gesundheit und Wohlbefinden stellen. ChatGPT Health soll diese Nutzung strukturierter und datengestützt ermöglichen.
Laut OpenAI soll das Angebot allerdings keinesfalls Ärztinnen und Ärzte ersetzen. „ChatGPT Health ist darauf ausgelegt, die medizinische Versorgung zu unterstützen, nicht sie zu ersetzen“, beteuert OpenAI. Das System solle helfen, Muster über längere Zeiträume zu erkennen, die Bedeutung medizinischer Unterlagen einzuordnen oder Fragen für bevorstehende Arzttermine vorzubereiten, ohne allerdings dabei therapeutische Entscheidungen zu treffen.
Um das Vertrauen der Nutzer zu stärken, verweist OpenAI auf technische Schutzmaßnahmen: So sei der neue Gesundheitsbereich technisch vom regulären ChatGPT getrennt, teilte das Unternehmen mit. OpenAI betonte, dass sämtliche Gespräche in „ChatGPT Health“ separat gespeichert, verschlüsselt und nicht zur Weiterentwicklung der KI verwendet werden sollen. Gesundheitsbezogene Informationen würden auch nicht in andere Chatverläufe einfließen. Umgekehrt können Informationen aus dem herkömmlichen ChatGPT – Open Ai nennt dabei beispielhaft einen Umzug oder eine Lebensstiländerung – in die Gesundheits-Chats einfließen. Nutzer könnten die Zugriffskontrollen zusätzlich stärken, indem sie die Multifaktor-Authentifizierung (MFA) aktivieren. Angeschlossene Apps unterliegen laut OpenAI ebenfalls besonderen Datenschutz- und Sicherheitsprüfungen.
Entwickelt wurde das Angebot nach eigenen Angaben in enger Abstimmung mit ärztlichem Fachpersonal. Über einen Zeitraum von zwei Jahren habe man mit mehr als 260 Ärztinnen und Ärzten aus 60 Ländern zusammengearbeitet, um Antworten auf medizinische Fragen sicherer, verständlicher und relevanter zu gestalten. Grundlage sei der Bewertungsrahmen „HealthBench“, der nicht nur die inhaltliche Qualität, sondern auch die kommunikative Angemessenheit von Antworten beurteile.
Aktuell wird ChatGPT Health nach Unternehmensangaben mit einer begrenzten Nutzergruppe getestet. Eine Registrierung auf einer Warteliste ist für alle Interessenten aber bereits möglich. Viele Funktionen – darunter die Integration mit Gesundheits-Apps und Patientenakten – stehen laut OpenAI jedoch vorerst nur in den USA zur Verfügung
