Aktuelle Studie zur Zahngesundheit
Immer mehr Deutsche sind kariesfrei
Immer weniger Zahnlose in Deutschland
Für die Studie – die mittlerweile sechste seit dem Jahr 1989 – wurden von 2021 bis 2023 an bundesweit 90 Standorten rund 3400 Menschen befragt und zahnmedizinisch untersucht. Dabei zeigte sich, dass nicht nur der Großteil der älteren Kinder kariesfrei ist. Auch bei den jüngeren Erwachsenen zwischen 35 und 44 Jahren halbierte sich demnach die Zahl der von Karies betroffenen Zähne binnen 35 Jahren auf im Schnitt rund acht.Gleichzeitig können immer mehr Zähne erhalten werden. Bis zur Mitte ihres Lebens haben Menschen in Deutschland heute praktisch noch ein vollständiges Gebiss. Nur fünf Prozent der 65- bis 74-Jährigen sind komplett zahnlos, was einen Rückgang um 80 Prozent seit 1989 bedeutet, wie Rainer Jordan vom Institut der Deutschen Zahnärzte erklärte.
Jedes siebte Kind leidet unter Kreidezähnen
Die Studie bestätigte zudem eine hohe Häufigkeit sogenannter Kreidezähne bei Kindern . Bei den Zwölfjährigen ist demnach etwa jedes siebte Kind (15,3 Prozent) unterschiedlich schwer betroffen. Bei der sogenannten Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation handelt es sich um eine Mineralisationsstörung während der Zahnentwicklung, die bereits vor der Geburt bis zum ersten halben Lebensjahr entsteht und sich unter anderem durch weißgelbliche oder gelbbraune Verfärbungen an den Kauflächen oder Zahnhöckern zeigt.
In schweren Fällen kann der Zahnschmelz absplittern. Solche Kreidezähne sind äußerst schmerzempfindlich und reagieren sehr sensibel auf Hitze, Kälte und Zähneputzen. Die Ursachen sind nicht abschließend geklärt. Diskutiert werden unter Experten unter anderem Antibiotikagaben, Infektionskrankheiten oder Weichmacher aus Kunststoffen.